Meditation

Wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es mitunter zu verdanken, dass die Meditation sich emanzipiert und gelöst hat von exotischen Vorstellungen. Mittlerweile ist sie anerkannt als mentales Training und Methode zur geistigen Selbstregulation. Sie wird sogar verstanden als Technik zur Entspannung, als Mittel gegen Stress, als Möglichkeit der Leistungssteigerung, gleichwohl das alles nicht ihr originärer Zweck ist, oder – und hier ist Vorsicht walten zu lassen – als psychotherapeutisches Mittel.

Wenngleich es keine einheitliche anerkannte Definition für Meditation gibt, sind sich wohl die meisten Praktiker und Meister darüber einig: Die Technik der Meditation liegt darin, die Achtsamkeit zu fokussieren. Letztlich bedeutet das nichts anderes, als das wahrzunehmen, was sich in der Gegenwart zeigt, und zwar urteilsfrei. Alle Phänomene in all ihren Facetten. Denn alles was wahrgenommen werden kann, durchquert den Moment der Gegenwart.

Ob nun Vipassana, Zazen, Kontemplation oder die bewegten Arten der Meditation wie Qi Gong, Yoga oder sufistischen Drehtanz – sie alle führen uns zu einem und dem selben Ziel, und es hat viele Namen: Nirvana, Satori, Erleuchtung, Erwachen etc.

Doch was heißt das oder wozu das alles? Nun, um uns in unsere Mitte zu bringen, ein Gleichgewicht zu erlangen oder, um es mit den Worten von Jack Kornfield und Joseph Goldstein zu sagen: „um zu öffnen, was in uns verschlossen ist, auszugleichen, was reaktiv ist und zu erforschen, was verborgen ist.“ Letztlich um zu sehen, was wirklich ist.