Qi Gung / Meditation

Qi Gung – Die Energie- und Gesundheitslehre des Gung Fu

Qi Gung ist ein umfassendes System verschiedener körperlicher und meditativer Übungen. Obwohl es viele verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Ansätzen gibt, vereint doch alle das gleiche Ziel, nämlich die Lebensenergie (Qi) zu kultivieren, stärken und mehren.

Der Begriff „Qi“ hat verschiedene Bedeutungen. Es kann mit Atem, Hauch, Luft oder Energie übersetzt werden. Heute übersetzt man es vereinfacht mit Lebensenergie. „Gung“ bedeutet Übung oder Arbeit. Zusammen kann man es also mit „Energiearbeit oder -übung“ übersetzen und es steht für die Gesamtheit der Übungen, um das Qi wahrzunehmen und zu nutzen.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Schulen des Qi Gung, die man nach ihrer philosophischen Abstammung (taoistische, konfuzianistische oder buddhistische) oder ihrer Ausrichtung (innere oder äußere Schule) unterscheidet.

Die buddhistische Linie des Qi Gung brachte Übungen hervor, die später in die chinesische Medizin und in das Gung Fu einflossen.

Ein Meister, der einige diese Übungen entwickelte war Ta Mo. Wie Siddharta Gautama, der erste Buddha, war Ta Mo ein indischer Prinz, der freiwillig einem Leben im Luxus entsagte, um spirituellen Reichtum zu finden. Im Jahre 527 n. Chr. Kam er ins Shaolin-Kloster, wo er den Chan-Buddhismus gründete, der später nach Japan kam, dort verändert und als Zen-Buddhismus bekannt wurde.

Um die Konstitution der Mönche zu verbessern, so dass sie ihre geistigen Übungen besser ausführen konnten, lehrte Ta Mo sie verschiedene körperliche Übungen. Diese bildeten die Grundlage des Siu Lum Qi Gung. Ta Mo wird deshalb als der erste Patriarch des Shaolin Qi Gung und Gung Fu verehrt.

 

Shaolin Qi Gung

Shaolin Qi Gong bietet ein sanftes Training gegen Stress und fördert die Stärkung der Abwehrkräfte. Es schult den Geist,
reinigt die Emotionen und bringt dem Übenden somit ein völlig neues, positives Lebensgefühl.

Im Shaolin Qi Gung werden zu Beginn die Grundlagen unterrichtet, welche nötig sind, um Körper und Geist zu entspannen. Dann folgen verschiedene Übungen mit unterschiedlichen Übungsinhalten. Dies sind Bewegungs-, Atmungs- und meditative Übungen. Die Kombination von Bewegung, Atmung und geistiger Übung ermöglicht eine Wirkung auf den gesamten Organismus. Aufgrund dieser Kombination von stillem und bewegtem Qi Gung ist es förderlich für die Stabilisierung der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens.

 

Meditation

Wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es mitunter zu verdanken, dass die Meditation sich emanzipiert und gelöst hat von exotischen Vorstellungen. Mittlerweile ist sie anerkannt als mentales Training und Methode zur geistigen Selbstregulation. Sie wird sogar verstanden als Technik zur Entspannung, als Mittel gegen Stress, als Möglichkeit der Leistungssteigerung, gleichwohl das alles nicht ihr originärer Zweck ist, oder – und hier ist Vorsicht walten zu lassen – als psychotherapeutisches Mittel.

Wenngleich es keine einheitliche anerkannte Definition für Meditation gibt, sind sich wohl die meisten Praktiker und Meister darüber einig: Die Technik der Meditation liegt darin, die Achtsamkeit zu fokussieren. Letztlich bedeutet das nichts anderes, als das wahrzunehmen, was sich in der Gegenwart zeigt, und zwar urteilsfrei. Alle Phänomene in all ihren Facetten. Denn alles was wahrgenommen werden kann, durchquert den Moment der Gegenwart.

Ob nun Vipassana, Zazen, Kontemplation oder die bewegten Arten der Meditation wie Qi Gong, Yoga oder sufistischen Drehtanz – sie alle führen uns zu einem und dem selben Ziel, und es hat viele Namen: Nirvana, Satori, Erleuchtung, Erwachen etc.

Doch was heißt das oder wozu das alles? Nun, um uns in unsere Mitte zu bringen, ein Gleichgewicht zu erlangen oder, um es mit den Worten von Jack Kornfield und Joseph Goldstein zu sagen: „um zu öffnen, was in uns verschlossen ist, auszugleichen, was reaktiv ist und zu erforschen, was verborgen ist.“ Letztlich um zu sehen, was wirklich ist.

Probier’ es aus. Jetzt. Kurse findest Du Hier!